Bundesrechnungshof, Potsdam

Bundesrechnungshof, Potsdam

Gesamtsanierung unter energetischen Aspekten

Bauherr: Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen

Projektzeitraum: 2009-2012

Baukosten: 9,4 Mio.

Status: Einzeldenkmal

Geschichte

Der neobarocke Verwaltungsbau wurde 1904-08 für den Rechnungshof des Deutschen Reiches errichtet. Charakteristisch für das Gebäude ist seine reich gegliederte Natursteinfassade mit Mittelrisalit und zwei Seitenrisaliten zur Dortustraße. Die Anlage umschließt einen großzügigen Innenhof mit Stuckfassaden sowie zwei kleine Wirtschaftshöfe. Typisch für den Innenraum ist das großzügige Haupttreppenhaus mit seiner über alle Geschosse gehenden Halle mit Galerien. Die einfach gereihte Anordnung der Büros sorgt für Tageslicht in allen Fluren.

1934 wurde das Dachgeschoss zum großen Innenhof angehoben um Raum für weitere Büros zu schaffen. In den Jahren nach 1945 wurde das Gebäude für verschiedene Verwaltungseinrichtungen genutzt. In den 70er Jahren erfolgte die Erweiterung durch einen fünfgeschossigen Anbau an der Südseite. Im Zuge der Sanierung von 1993-1997 wurde das Gebäude für die Nutzung durch das damalige Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr in Stand gesetzt. Die derzeitigen Nutzer sind der Bundes- und der Landesrechnungshof.

Projektbeschreibung

Das Gebäude des Bundesrechnungshofes in Potsdam wurde unter energetischen Aspekten und mit erhöhten Anforderungen an die Sicherheit umfangreich saniert. Die Büroräume und die öffentliche Kantine wurden umgebaut und modernisiert. Es erfolgte eine denkmalgerechte Instandsetzung und energetische Ertüchtigung aller Fenster sowie eine Instandsetzung der Fassaden. Es wurden umfangreiche Maßnahmen zum vorbeugenden Brandschutz durchgeführt und in diesem Zusammenhang auch die Haustechnik komplett erneuert. Die Außenanlagen wurden nach historischem Vorbild wieder hergestellt.

Planungsaufgabe
  • Objektplanung
Bauaufgabe
  • Umbau und Modernisierung von Büroräumen
  • interne Abgrenzung der Nutzer (BRH, LRH u. deren Registraturen u. Archive)
  • Umbau der öffentlichen Kantine
  • Organisation der Bereiche mit unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen
  • Abgrenzung der Kantine als öffentlicher Bereich
  • Dekontamination
  • Sicherheitsmaßnahmen nach Anforderungen des BKA
  • Modernisierung und Schutzmaßnahmen der IT-Anlage nach Vorgabe des BSI bei Bewahrung der denkmalpflegerisch besonders wertvollen Bereiche und Bauoberflächen
  • Instandsetzung der denkmalgeschützten Putzfassade
  • denkmalgerechte Instandsetzung und energetische Ertüchtigung aller Fenster
  • Brandschutzertüchtigung aller Bauteile (Wände, Decken, Dächer, Türen, Fenster)
  • bauliche Umsetzung der Brand-und Rauchabschnitte
  • Erneuerung BMA, ELA
  • energetische Sanierung nach EnEV (aus Mitteln des KPII-Programms)
  • umfangreiche Wärmedämm- und Sanierungsmaßnahmen im ausgebauten Dachgeschoss
  • komplette Erneuerung der Haustechnik
  • Wiederherstellung der Außenanlagen

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