Gedenkstätte Plötzensee, Berlin

Gedenkstätte Plötzensee, Berlin

Sanierung und Neukonzipierung der Außenanlagen und Nebengebäude

Bauherr: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin

Projektzeitraum: 2005 - 2006

Baukosten: 370.000,- €

Status: Einzeldenkmal

Geschichte

Der Gebäudekomplex in Plötzensee wurde 1868-1878 als Gefängnis für 1200 Häftlinge erbaut. Bei einem Luftangriff auf Berlin 1943 wurde ein Teil des großen Zellenbaus, in dem die zum Tode Verurteilten untergebracht waren, zerstört. Bei diesem Durcheinander gelang vier Gefangen die Flucht. Aus diesem Grund wurde die sofortige Vollstreckung aller Todesurteile veranlasst. In den sogenannten „Blutnächten“ von 7. Bis 12. September 1943 wurden 250 Insassen erhängt, darunter auch sechs nicht zum Tode verurteilte Häftlinge. Zwischen 1933 und 1945 wurden in Plötzensee 2.891 Menschen umgebracht.

Im Jahre 1945 wurde bestimmt, dass das Gefängnis eine Jungendstrafanstalt wird. Der im Krieg zerstörte Zellenbau wurde nicht wieder aufgebaut, sondern endgültig angerissen. Der Senat von Berlin beauftragt 1951 den Architekten Bruno Grimmek mit der Gestaltung einer Gedenkstätte. Es wurden Teile des Hinrichtungsschuppens abgebrochen und davor eine Gedenkmauer aus Bruchsteinen errichtet, die am 14. September 1952 eingeweiht wurde.

Planungsaufgabe
  • Objektplanung
  • Freianlagenplanung
Bauaufgabe
  • Instandsetzung der Außenanlagen inklusive Baukonstruktionen
  • Barrierefreie Erschließung
  • Neubau WC-Anlagen

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