Nicolaihaus, Berlin

Nicolaihaus, Berlin

Grundinstandsetzung

Bauherr: Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Projektzeitraum: 2011-2016

Baukosten: ca. 4.700.000 Euro

Status: Einzeldenkmal

Geschichte

Das Nicolaihaus zählt zu den ältesten Wohnhäusern Berlins und befindet sich in der Alt-Cöllner Brüderstraße im Bezirk Mitte. Während der Aufklärung befand sich hier einer der wichtigsten Treffpunkte für Künstler und Literaten in Berlin. Das Haus wurde um 1670 auf Fundamenten des Vorgängerbaus errichtet und seitdem mehrmals umgebaut. Anfangs war die Nicolaische Verlagsbuchhandlung in dem Gebäude untergebracht. Das Gebäude gliedert sich in Vorderhaus, zwei Seitenflügel und Quergebäude. Alle Gebäudeteile umschließen einen barocken Innenhof. Im Quergebäude wurde in der 1970er Jahren das Treppenhaus aus dem mittlerweile abgerissenen Weydinger Haus eingebaut. Die Treppe wurde nach den Plänen von Karl Friedrich Schinkel angefertigt.

Projektbeschreibung

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat das Nicolaihaus im Jahr 2011 erworben, um ihre Potsdamer Abteilungen und die Berliner Hauptstadtrepräsentanz unter einem Dach zusammenzuführen.
Es wurde eine vollständige Sanierung der Gebäudehülle sowie aller Innenräume geplant und ausgeführt. Dabei waren neben hohen denkmalpflegerischen Belangen auch hohe Anforderungen an Statik und Brandschutz zu beachten. Die technische Ausstattung wurde für Büronutzungen und einen Veranstaltungsbereich entsprechend hoher Vorgaben vollständig erneuert. Mit den Baumaßnahmen wurde im Jahr 2014 begonnen, die Eröffnung ist für März 2016 vorgesehen.

Planungsaufgabe
  • Objektplanung
  • Brandschutzkonzept
  • Schadenskartierung
  • A+S-Planung + SiGeKo
Bauaufgabe
  • Umbau und Sanierung zur Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
  • Denkmalgerechte Instandsetzung der Fassaden, Dächer, Fenster und Außentüren
  • Restaurierung des Weydinger Treppenhauses sowie der Holztreppe im Vorderhaus
  • Neubau von zwei Dachstühlen (Quergebäude und linker Seitenflügel) aufgrund starker Kontamination mit Holzschutzmitteln
  • Dekontamination (Holzschutzmittel, Künstliche Mineralfasern, PAK)
  • Abschottung einer gasdichten Archivfläche im Dachgeschoss des Vorderhauses
  • Denkmalgerechte Instandsetzung und Aufarbeitung aller Oberflächen (Wände, Decken, Böden, Innentüren) in den Innenräumen
  • Optimierung der Innenräume für die zukünftige Büronutzung
  • Einbau eines Personenaufzuges
  • Einbau eines zusätzlichen Fluchttreppenhauses (Stahlbetontreppe)
  • Erneuerung der gesamten Haustechnik (Heizung, Sanitär, Lüftung in Einzelbereichen, Stark- und Schwachstrom)
  • Erstellung des Brandschutznachweises und Umsetzung aller Forderungen

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