Schloss Babelsberg

Schloss Babelsberg Potsdam

Hüllensanierung im UNESCO-Weltkulturerbe

Bauherr: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Projektzeitraum: 2009-2015

Baukosten: 7,5 Mio. EUR

Status: UNESCO-Weltkulturerbe

Geschichte

1833 gaben Prinz Wilhelm, der spätere Kaiser Wilhelm I, und seiner Gemahlin Augusta den Bau einer Sommerresidenz in Auftrag. Das Schloss wurde nach den Plänen von Karl Friedrich Schinkel im neogotischen Stil erbaut. Die Liebe der Bauherrin zum englischen Tudor-Stil hatte einen starken Einfluss auf das heutige Erscheinungsbild Babelsbergs. Zunächst konnte der Gesamtentwurf nicht realisiert werden. Erst als Wilhelm 1840 die Thronfolge antrat und eine repräsentativere Residenz benötigte, wurde unter Ludwig Persius, als Schinkels Nachfolger, weitergebaut. Als Persius 1845 starb, übernahm Johann Heinrich Strack und vollendete den Bau 1849.

Das Schloss diente Kaiser Wilhelm I und Kaiserin Augusta mehr als ein halbes Jahrhundert (1835 -1890) als bevorzugte Sommerresidenz. Den großflächigen Park gestalteten Peter Joseph Lenné und Fürst von Pückler-Muskau als englischen Landschaftsgarten.

Seit 1990 sind Park und Schloss Babelsberg zusammen mit den „Schlössern und Parks von Potsdam und Berlin" in die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen.

Projektbeschreibung

Das Schloss wird als Museum genutzt. Die Hüllensanierung, die auch die um das Schloss herum befindlichen Terrassen und schlossnahen Brunnenanlagen einschließt, stellt den ersten Teil einer Grundinstandsetzung der Schlossanlage dar. Vorrangiges Ziel aller Maßnahmen ist der Erhalt der überkommenen Originalsubstanz.

Planungsaufgabe
  • Objektplanung
  • Freianlagenplanung
  • Bestandsaufnahme und Schadenskartierung für ca. 250 Fenster
  • Material-, Schadens- und Maßnahmenkartierung der gesamten Fassade
  • Restaurierungskonzepte
  • Historische Bauforschung
Bauaufgabe
  • Bearbeitung folgender Bauteile im Zuge der Hüllensanierung:
  • - Fassaden und Dächer
  • - Fenster und Außentüren
  • - Schlossterrassen inkl. Brunnen und Skulpturen
  • Schwammsanierung und Dekontamination in Teilbereichen des Daches
  • neue denkmalgerechte Dacheindeckung mit Titanzink
  • denkmalgerechte Sanierung der Ziegel- und Putzfassaden
  • energetische Optimierung an Fenstern und Dächern bei gleichzeitiger Abwägung denkmalpflegerischer Belange und konservatorischer bzw. klimatischer Anforderungen die sich aus der künftigen Nutzung als Museum ergeben
  • Wärmedämmmaßnahmen auf obersten Geschossdecken und in Dachebenen
  • denkmalgerechte Restaurierung, Instandsetzung und z.T. energetische Ertüchtigung der Fenster und Außentüren
  • Sanierung der Schlossterrassen mit Stützmauern und Treppenanlagen (Porzellanterrasse, Goldene Terrasse, Torso der Blauen Terrasse, Voltaireterrasse)
  • Sanierung der zu den Schlossterrassen gehörenden Brunnen (Städtebrunnen, Jubiläumsbrunnen, Wandbrunnen)
  • Sanierung der Brunnen im Pleasure Ground (Gotische Fontaine, Reiher Fontaine, Adlerbrunnen)
  • Restaurierung Bronzeskulpturen

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