Villa Elisabeth, Berlin

Villa Elisabeth, Berlin

Grundinstandsetzung eines kulturellen Veranstaltungsortes

Bauherr: Ev. Kirchengemeinde am Weinberg, Berlin

Projektzeitraum: 2009 - 2012

Baukosten: 1,4 Mio.

Status: Einzeldenkmal

Geschichte

Das 1907 errichtete Gemeindehaus der Elisabethgemeinde bildet ein Bauensemble mit der 1832-35 von Karl Friedrich Schinkel errichteten Elisabethkirche und dem an der Invalidenstraße stehenden Pfarrhaus aus dem Jahr 1890. Die Anlage zeugt in ihrer Größe und Ausstattung von einer umfangreichen und lebendigen Gemeindearbeit der Kirchengemeinde zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Nach der Zerstörung der Kirche am Ende des Zweiten Weltkrieges diente der Emporensaal des Gemeindehauses als Raum für Gottesdienste bis in das Jahr 1998. Mittlerweile beherbergt das Gebäude als „Villa Elisabeth“ einen Ort der Begegnung für kulturelle Projekte der besonderen Art und wird für Veranstaltungen vermietet.

Projektbeschreibung

Aus einer vorherigen Planung lagen ein Brandschutzkonzept und eine Baugenehmigung vor, die angepasst werden mussten um den Charakter des Gebäudes nicht zu zerstören. Die Grundlage der Planung war die Weiterführung der Nutzung Veranstaltungsort „Villa Elisabeth“ für unterschiedliche Kulturprojekte. Die Umsetzung der bauaufsichtlichen Belange diente im ersten Schritt der Sicherung der Betriebserlaubnis. Darüber hinaus sollten Umbaumaßnahmen die Praktikabilität des Ortes verbessern ohne den einzigartigen Charakter des Gebäudes zu verändern.

Planungsaufgabe
  • Objektplanung
  • Historische Bauforschung zum Altan
  • Fördermittelmanagement
  • SiGeKo
Bauaufgabe
  • Umsetzung von Brandschutzanforderungen
  • Ertüchtigung von Bauteilen
  • Abtrennung des großen Treppenhauses durch einen Brandschutzvorhang
  • Einbau Brandmeldeanlage, Sicherheitsbeleuchtung, Entrauchungsöffnungen
  • Natursteinrestaurierung und Neuverputz der Fassade unter Einbeziehung von Altputzen
  • Freilegung und Teilrekonstruktion des Altans
  • Sanierung und thermische Ertüchtigung der bauzeitlichen Fenster
  • Freilegung und zurückhaltende Retusche der Stuckelemente im Emporensaal
  • Überarbeitung der Putzflächen, Neufassung der Wand- und Deckenflächen
  • Überarbeitung der 2-flügligen Holztüren und der umlaufenden kassettierten Holzpaneele
  • Umbau und Erneuerung der WC-Räume
  • Erneuerung der technischen Anlagen im Saal
  • Realisierung in drei Bauabschnitten, zum Teil im laufenden Betrieb

zurück